Start
   
  Aktuelle Ausgabe
   
  Kulturtermine
   
  Funkfeuer kaufen
   
  Funkfeuer-Bücher
   
  Archiv
   
  Über uns-der Verlag
   
  Kulturlinks
   
 
 
 
   
 
Über uns - der Funkfeuer-Verlag und seine Geschichte
   
   
 

"Übrigens finde ich hier viele Menschen, die sich das ganze Jahr in einem so bestimmten Kreise herumdrehen, wie ein Mühlrad um die Achse. Ihr Ideenvorrat ist dürftiger als ein Opferstock auf´m Sonntagsberg bei Wien. Ihre witzigen Einfälle lassen sich zählen... ein eigener Gedanke ist da eine äußerst seltene Geburt... - Aufklärung ! Davon ist nicht zu reden. Wenn es nur dämmerte. So aber kämpft siebenfache ägyptische Finsternis gegen alles Licht. Nicht das geringste Fünckchen flimmert durch."

Ob der Dinkelsbühler Kinder- und Jugendschriftsteller Chrisoph von Schmid in diesem Zitat von 1800 seine Heimatstadt aufs Korn genommen hat, wissen wir nicht sicher. Sicher ist aber, daß manche boshaften Geister von außerhalb Dinkelsbühl und seine kulturelle Potenz mit ganz ähnlichen Beschreibungen versehen haben. Bis zum Jahre 1991, als die gelernte Buchhändlerin Beate Gellhorn gegen solche Vorurteile die Initiative ergriff und die Idee zu einem Dinkelsbühler Kulturmagazin verbreitete, das sich, wie sie es nannte, "der Kultur in der Provinz" widmen sollte. Es gelang ihr, Persönlichkeiten, die sich im Bereich Kultur schon damals engagierten, für ihr Projekt zu begeistern: die

   
 
  Das Verlagssignet, (entworfen 1994 von Frieder Bauer)
   
 

Stadtbibliothekarin Isolde Lang, den Kulturreferenten der Stadt Dinkelsbühl Thomas Sandfuchs, den Vorsitzenden des Theater- und Kulturrings der Stadt Dinkelsbühl e.V. Walter Hauth und Ernst-Otto Erhard. Verstärkt durch weitere Kulturbeflissene war die erste Mannschaft damit bald komplett. Der Fotograf Peter Rupprecht konnte für die Titelbildgestaltung gewonnen werden. Ein Name für das neu geborene Kind war schnell gefunden: nach der Navigationshilfe für Verkehrsflugzeuge, das auf städtischem Boden steht, wurde der Kultur-Navigator "Funkfeuer" genannt.

Funkfeuer-Aktion

Seit Juni 1991 berichtet das "Magazin für Kunst, Kultur und Meinung", wie sein Untertitel lautet, vierteljährlich über das kulturelle Leben in Dinkelsbühl und seiner weiteren Umgebung.
Doch nicht allein begleitendes Berichten prägte "Funkfeuer" in den folgenden Jahren, immer wieder wurde das Redaktionsteam im Kulturleben aktiv. So war es bereits 1992 einer "Funkfeuer"-Initiative zu verdanken, daß ein außergewöhnliches Aquarell von Karl Schmidt-Rottluff, das den Bäuerlinsturm zeigt, für Dinkelsbühl ersteigert werden konnte, nachdem durch eine konzertierte Spendenaktion DM 92 000,-- mit Hilfe des Historischen Vereins aufgebracht werden konnten.

Buchpublikationen im Funkfeuer-Verlag

1994 folgte die erste Buchveröffentlichung des zwei Jahre vorher offiziell begründeten "Funkfeuer-Verlages", dessen Gesellschafter die Funkfeuer-Gründer selbst sind. Unter dem Titel "Von der Geschichte leben ? Das Beispiel Dinkelsbühl" legte Ernst-Otto Erhard eine scharfsinnige und kritische Betrachtung über historische Städte am Beispiel seiner Wahlheimat Dinkelsbühl auf der ständigen Gratwanderung zwischen Historie und Moderne vor, was ihm sogar die Drohung eintrug, geteert und gefedert aus der Stadt gejagt zu werden. Das überregional beachtete Buch ist mittlerweile in zweiter Auflage erschienen.

Im Jahr darauf wurde eine Mappe mit 12 Federzeichnungen zu Homers Odyssee von Helmut Faltermaier, einem langjährigen Kunsterzieher am Dinkelsbühler Gymnasium, vom Verlag in limitierter Auflage herausgegeben. Diese liebenswerten ironischen Zeichnungen hatte Faltermaier 1965 für eine Produktion des Fränkisch-Schwäbischen-Städtetheater angefertigt, Funkfeuer wollte sie ihrer subtilen Qualität wegen nicht der Vergessenheit überlassen. Die Auflage war innerhalb kurzer Zeit vollständig vergriffen.

1997 folgte die zweite Buchproduktion des Funkfeuer-Verlages: "Es war einmal in Dinkelsbühl" von Patricia Lee Gauch und Tomie de Paola, das die Legende der Dinkelsbühler Kinderzeche als Bilderbuch nacherzählt. Das Kinderbuch der hochkarätigen Autorin und des mehrfach ausgezeichneten Illustrators erschien 1977 bei G.P. Putnam´s in New York, aber niemals in deutscher Sprache. Dem Funkfeuer-Verlag gelang es nach jahrelanger Spurensuche und langwierigen Verhandlungen, die Rechte zu erwerben und dieses Buch auf Deutsch zu veröffentlichen.

Im Jahre 2001 schließlich folgte zum zehnjährigen Bestehen des Magazins die dritte Buchproduktion von Funkfeuer, das "Dinkelsbühler Gästebuch", in dem Ernst-Otto Erhard Texte aus vier Jahrhunderten über Dinkelsbühl zusammengetragen hat. Er versammelt in diesem Buch Reiseberichte, amtliche Dokumente, private Notizen, Zeitungsbericht u.v.a.m. und ergänzt diese durch teilweise unveröffentlichte Bilder.

Das Magazin

Über all diese Jahre erschien das "Funkfeuer Dinkelsbühl - Magazin für Kunst, Kultur und Meinung" viermal jährlich. Es hat in unzähligen Artikeln über Theater, Ausstellungen, Bücher, Manuskripte, Filme und und und berichtet. Über dreißig Gasthäuser wurden einem kritischen aber meist wohlwollenden Test unterzogen. Seit 1998 besteht das Funkfeuer Team neben Beate Gellhorn, Isolde Lang, Ernst-Otto Erhard, Walter Hauth, Thomas Sandfuchs und Angelika Cichon (die bereits seit 1995 zu Funkfeuer gehört) auch aus Dagmar König, Werner Trost, Michael von Karpowitz und Peter Kreutz. Seit 2000 sorgt Richard Schönherr für die Titelbilder. In diesem Jahr gab Beate Gellhorn auch die Redaktionsleitung an Walter Hauth und Peter Kreutz weiter. In dieser Konstellation sind Magazin und Verlag bereit für das nächste Jahrzehnt ihres Bestehens.

   
   
 
 
 
 
Von der Geschichte leben ?
Das Beispiel Dinkelsbühl
von Ernst-Otto Erhard
 
"Eine ebenso liebevolle wie kritische Diagnose" (Charivari)
 
€ 11,80
 
Erhältlich in allen Buchhandlungen Dinkelsbühls und beim Funkfeuer-Verlag, Am Anger 7, 91550 Dinkelsbühl, Tel.: 09851 / 2159
 
-------------------------------------
-------------------------------------
 

© Funkfeuer-Dinkelsbuehl.de  E-Mail direkt